Die digitale Begleitung der Ausstellung

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#brutalmodern - der Blog zur Ausstellung

Mit dem Blog #brutalmodern begleiten wir die Sonderausstellung "Brutal modern. Bauen und Leben in den 60ern und 70ern", die vom 13. Oktober 2018 bis zum 31. März 2019 im Braunschweigischen Landesmuseum gezeigt wird.

Wenige Dinge polarisieren so stark wie die häufig als hässlich, kalt und seelenlos beschriebene Architektur der 60er und 70er Jahre. Sie prägt nicht nur die Region Braunschweig-Wolfsburg-Salzgitter, sondern landauf wie landab fast alle bundesdeutschen Städte. Schon in der Entstehungszeit zum Teil hoch umstritten, überwiegen in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer die lautstarken Rufe nach "Abreißen" oder "in die Luft sprengen".

Mit der Ausstellung, dem Blog und allen weiteren digitalen wie analogen Aktivitäten möchten wir die Perspektive der Betrachter erweitern. Denn ein Abriss ist endgültig. Schon kurze 10 Jahre nach der Sprengung der Ruinen des Welfenschlosses im Herzen der Stadt Braunschweig im Jahr 1960 wurde das historische Bauwerk schmerzlich vermisst. Die oft hitzigen Debatten um Wiederaufbauprojekte wie des Braunschweiger Schlosses, des Berliner Stadtschlosses / Humboldtforums oder der Frankfurter Altstadt unterstreichen: Ein Wiederaufbau kann den Verlust des Originals nie vollständig ersetzen. 

Vor diesem Hintergrund präsentieren wir nicht nur Pläne und Fotos aus der Entstehungszeit der Gebäude, die zum Teil von internationalen Größen wie Alvar Aalto oder Hans Scharoun entworfen wurden, sondern zeichnen ein lebendiges Bild der Zeit. Was hatte die Menschen, die mit unbändigem Reformhunger in städtebaulichen Radikalkuren ihre Umgebung modernisierten, geprägt? Welche weltpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen bewegten die Bevölkerung in den 60er und 70er Jahren? In der Ausstellung wird auch das Zeitkolorit des privaten Lebensbereiches durch vier originalgetreu rekonstruierte Wohnräume – Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Kinderzimmer – bunt-charmant in Szene gesetzt. 

Schließlich fragen wir nach dem Urteil der Besucherinnen und Besucher der Ausstellung sowie der Leserinnen und Leser des Blogs bzw. Fans und Follower unserer Social Media Kanäle über die 20 präsentierten Gebäude: Abrisswürdige Bausünde? Seelenloses Betonmonster? Oder eine architektonische Perle, ein Stück bundesrepublikanischer Identität, die schon in wenigen Jahren schmerzlich vermisst werden würde?  Fotografieren und diskutieren Sie mit! Wir sind sehr gespannt auf Ihre Beiträge!