Das Staatliche Naturhistorische Museum Braunschweig  präsentierte vom 14. April bis zum 9. September 2018 die Sonderausstellung „Spinosaurus – Der rätselhafte Riese“ im Rittersaal der Burg Dankwarderode.

Foto: National Geographic

Spinosaurus – Der rätselhafte Riese

In der Ausstellung wurde die spannende Geschichte der Entdeckung des Spinosaurus erzählt und die Lebensweise dieses ungewöhnlichen Dinosauriers präsentiert.

Im Jahr 1910 reiste der deutsche Aristokrat und Paläontologe Ernst Freiherr Stromer von Reichenbach nach Ägypten, um dort nach Fossilien zu suchen. Nahe der Oase Bahariya entdeckte er fossile Knochen von uralten Wasserschildkröten, krokodilartigen Reptilien und auch erste größere Knochen von Dinosauriern.

Bei einer Grabung 1912 wurde der bizarr anmutende Dinosaurier geborgen. Zu seinen Besonderheiten gehören der lange, mit konischen Zähnen besetzte Kiefer und ein knöchernes, etwa 1,80 m hohes Segel über der Wirbelsäule. Nach eingehender Untersuchung in München nannte Stromer die neue Art Spinosaurus aegyptiacus – „ägyptische Dornenechse“.

Bei einem Bombenangriff auf München im Jahre 1944 wurden die Knochen, die zuvor 100 Millionen Jahre überdauert hatten, innerhalb einer Nacht vernichtet. 

Nachdem der deutsch-marokkanischen Paläontologe Nizar Ibrahim 2009 Überreste von Spinosaurus in Mailand entdeckte, ging auch er erneut auf die Suche – diesmal in Marokko. 2013 konnte ein internationales Team Dutzende Knochen und Zähne zum Vorschein bringen.

 

Spinosaurus is organized by the National Geographic Society in collaboration with the University of Chicago.