Das museumspädagogische Programm rund um die Sonderausstellung "HEIMATSUCHER. Überlebensgeschichten des Holocausts für eine Welt ohne Rassismus" umfasste individuell für jede Alterstufe konzpierte Führungsangebote und Workshops.

Vermittlungsangebot für Schülerinnen und Schüler

Die Workshops wurden ab der Klassenstufe 4 angeboten.

Zum Zweitzeugen werden
Klassenstufe: alle
Alle Schulformen
Dauer: 2 Stunden

Der Workshop ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen persönlichen Zugang zu Geschichte. Sie setzen sich mit den Biographien der Holocaust-Überlebenden auseinander. Gemeinsam mit einem Museumspädagogen reden sie über die Berichte der Überlebenden, erfahren wie diese vor und während der nationalsozialistischen Verfolgung lebten und wie sie danach die Kraft fanden weiter zu leben. So werden Schülerinnen und Schüler zu Experten und schließlich selbst zu Zweitzeugen. Sie fühlen mit, fragen nach, antworten den Überlebenden in Briefen und überlegen, wie sie die Geschichten selbst weitertragen können.

Die HEIMATSUCHER-Wanderausstellung greift in die bisherige Präsentation des Braunschweigischen Landesmuseums zu den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland ein. In den ersten Jahrzehnten nach Kriegsende fand das Schicksal der Holocaust-Überlebenden kaum öffentliche Beachtung. Der Workshop thematisiert diese Zeit, verweist auf verdrängte Perspektiven in der Vergangenheit und eröffnet die Möglichkeit sie zu erweitern.

Umgang mit der NS-Vergangenheit und mit den Berichten der Holocaust-Überlebenden nach 1945 in Deutschland
Klassenstufe: 9-13
Alle Schulformen
Dauer: 2 Stunden

Dieser Workshop greift die HEIMATSUCHER-Wanderausstellung auf und verbindet sie mit der Dauerausstellung des Braunschweigischen Landesmuseums. Was erzählen die Objekte in der Ausstellung über die Zeit nach 1945? Was erzählen sie nicht?

Zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftsboom, fand das Schicksal der Holocaust-Überlebenden kaum öffentliche Beachtung. Im dem Workshop arbeiten die Schülerinnen und Schüler zu dieser Zeit. Indem sie sich intensiv mit den Biographien der Holocaust-Überlebenden auseinandersetzen, eröffnet sich ihnen die Möglichkeit spezifische gesellschaftliche Blickwinkel jener Zeit mit den verdrängten Perspektiven  zu erweitern.

Rassismus und Antisemitismus gestern und heute
Klassenstufe: 10-13
Alle Schulformen
Dauer: 2 Stunden

Vom Antisemitismus der Nationalsozialisten bis zum Ethnopluralismus der "Neuen Rechten": Wie funktioniert Rassismus? Diskriminierung und Rassismus sind alte gesellschaftliche Phänomene, deren Inhalte immer gleich geblieben sind. Die Formen allerdings verändern sich und passen sich dem jeweiligen "Zeitgeist" an. Im Rahmen der HEIMATSUCHER-Wanderausstellung und mithilfe der Berichte der Holocaust-Überlebenden geht der Workshop auf die Mechanismen und Ausdrucksformen rassistischen Denkens und Handelns in der NS-Zeit wie auch in der Gegenwart ein.