Die Kooperation zwischen dem Gymnasium Martino-Katharineum und dem Herzog Anton Ulrich-Museum besteht seit dem 1. Juni 2012. Schule und Museum haben seitdem gemeinsam umfangreiche Angebote für Schülerinnen und Schüler entwickelt.

Identitäten & Epochen
Porträts erforschen mit dem digitalen Zeichenstift

Eine zwölfte Klasse des Martino-Katharineums besuchte im Oktober 2018 das Herzog Anton Ulrich-Museum, um sich auf sehr ungewöhnliche Art und Weise mit dem Thema Porträt auseinanderzusetzen. Dabei kamen nicht Bleistift und Papier, sondern Tablet und digitaler Zeichenstift zum Einsatz. Anlass hierfür bot das  Forschungsprojekt „Identitäten und Epochen. Porträts erforschen mit dem digitalen Zeichenstift“, welches gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen entwickelt wurde.

Als Grundlage für die thematische Auseinandersetzung dienten die Kunstwerke der Museumssammlung, welche zunächst im Original betrachtet und dann auf den Tablets nachgezeichnet und verändert wurden. Dabei beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Rollen im Alltag sowie mit den Charakteristika von Barock- und Rokoko-Porträts. Zuletzt wurden mit den Tablets Selfies erstellt, die anschließend zeichnerisch verändert wurden. Durch diese Bearbeitung verwandelten sich die Fotos der Schülerinnen und Schüler u.a. in Porträts selbstbewusster Barock-Herrscher und lieblicher Damen der Rokokozeit.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier

Blickwechsel 2018

Am 30. und 31.8.2018 verbrachten insgesamt 112 Schülerinnen und Schüler aus dem 11. Jahrgang des Gymnasiums Martino-Katharineum einen Projekttag im Herzog Anton Ulrich-Museum. Sie lernten ausgewählte Gemälde, Skulpturen, Werke der Angewandten Kunst und des Kupferstichkabinetts (Druckgraphiken und Zeichnungen) kennen. Verstärkt wurden die Eindrücke durch Praxisaufgaben wie Skizzieren, kreatives Schreiben und Recherchieren mit dem Smartphone. Zettel mit Begriffen wie „Intimität“, „Trauer“ und „Liebe“ wurden nach dem Zufallsprinzip verteilt und lieferten einen Anlass, passende Kunstwerke zu suchen und sich mit diesen auseinanderzusetzen.

Bei einem „Blick hinter die Kulissen“ besuchten die Schülerinnen und Schüler zudem die Restaurierungswerkstätten, die Fotowerkstatt und die kunstwissenschaftliche Bibliothek. Auf diese Weise erfuhren die Jugendlichen, dass das Museum eine ganze Reihe von Experten beschäftigt, die Mühe und Zeit aufwenden, um die kostbaren Kunstwerke zu erhalten, zu erforschen und auszustellen.

Kunsttage 2017 - Inszenierung und Selbstinszenierung

Der gesamte 10. Jahrgang des Martino-Katharineums besuchte vom 7. bis zum 9. Juni 2017 das Herzog Anton Ulrich-Museum, um sich mit Porträtdarstellungen in Gemälden zu befassen.

Nach einer 45minüten Einführung setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppen vertiefend mit den Porträts auseinander und beschäftigten sich mit den Inszenierungen der dargestellten Personen. Dabei wurden insbesondere Kleidung, Gestik und Mimik genauer in Augenschein genommen. Angeregt durch diese Betrachtungen führten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss Selbstinszenierungen an ausgesuchten Punkten im Museum auf.

Darüber hinaus schufen sie memes, also Fotographien der Gemälde mit hinzugefügten Texten, die auf diese Weise die jahrhundertealten Porträts in die Jetztzeit übertrugen

Das Projekt wurde gefördert durch „Schule:Kultur!“

Fotonachweis: Helge Bauer


Andere Wege zur Kunst

Im Rahmen der Kooperation mit dem Martino-Katharineum entstand Ende des Jahres 2016 ein Projekt, das sich szenisch mit den Kunstwerken des neu eröffneten Herzog Anton Ulrich-Museums auseinandersetzte.

Unter dem Titel "Andere Wege zur Kunst" erarbeiteten Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 12 szenische Darstellungen, Musikstücke oder Tanzperformances, die im Bezug zu den Kunstwerken standen.

An zwei Terminen im November wurden die Stücke in Abendveranstaltungen der Öffentlichkeit präsentiert.


600 Jahre alte Kunst neu gesehen

Im Rahmen von „Schule:Kultur!“, einem von der Stiftung Mercator sowie vom Niedersächsischen Kultusministerium und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Projekt, setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Kunst des Mittelalters in der Burg Dankwarderode auseinander. Auch das 600jährige Bestehen der Schule gab Anlass zu einer Beschäftigung mit den diesen „alten“ Werken.

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Kunst schufen in Auseinandersetzung mit der Mittelaltersammlung ihre eigenen Kunstwerke – neue, moderne Interpretation entstanden: Von Malerei über Skulptur bis hin zu  Bild-und Klanginstallationen war alles zu finden.

Die Ergebnisse wurden vom 03. bis zum 20. Dezember 2015 im Rittersaal der Burg Dankwarderode ausgestellt.

Das Projekt wurde gefördert durch „Schule:Kultur!“