Alexander von Humboldts Berlin

10. April 19:00  - 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Lichtsaal des Naturhistorischen Museums, Pockelsstraße 10, 38106 Braunschweig

Vortragender: Peter Korneffel, Berlin

Kosten: 3 €

Für die Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde e.V. ist der Eintritt kostenlos.

Alexander von Humboldts Verhältnis zu Berlin war zeit seines Lebens widersprüchlich. Erst der fast Sechzigjährige ließ sich dauerhaft in seiner Vaterstadt nieder – über zwei Jahrzehnte nach der großen Amerikanischen Reise und nach langen Jahren des Forschens und Schreibens in der Kunst- und Wissenschaftsmetropole Paris.

Berlin und die Berliner waren oft Zielscheibe seines feinen Spotts. Zugleich jedoch half Humboldt als weltberühmter Gelehrter, Wissenschaftsorganisator und Kammerherr des Königs, die preußische Residenz  zu einem europäischen Zentrum der Gelehrsamkeit zu entwickeln. Empfand er Berlin zunächst als „moralische Sandwüste, geziert durch Akaziensträucher und blühende Kartoffelfelder“, so erinnerte er am Ende seines Lebens, durchaus auch im Rückblick auf eigene Verdienste, an „die heiligen Pflichten und zarten Bande des Bürgerlebens.“

Peter Korneffel zeigt in Vortrag und Lesung überraschende und allgemein wenig bekannte Facetten im Leben Alexander von Humboldts. Der Autor von „Die Humboldts in Berlin“ (Elsengold Verlag 2017) skizziert Momente und zeigt Bilder aus einem bewegten Leben zwischen Potsdam, Tegel und Berlin.

Der preisgekrönte MARE-Autor und langjährige ZEIT-Reporter kuratiert derzeit die Alexander von Humboldt-Ausstellungen in Hamburg und Havanna und entwickelt für ZEIT Reisen eine 58-tägige Amerika-Expedition auf Humboldts Spuren.

Foto: Denkmal Alexander von Humboldt vor der Humboldt-Universität in Berlin, Unter den Linden von Böhm (Stadtmuseum Berlin) via Wikimedia, Copyright: CC BY-SA 3.0