Orang-Utan- und Regenwaldschutz auf Borneo

15. August 19:00  - 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Lichtsaal des Naturhistorischen Museums, Pockelsstraße 10, 38106 Braunschweig

Vortragender: Daniel Erlemeier, BOS Deutschland e.V.

Kosten: 3 €

Für die Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde e.V. ist der Eintritt kostenlos.

Der Borneo-Orang-Utan ist vom Aussterben bedroht. Sein Bestand ist in den vergangenen 20 Jahren radikal auf nur noch etwa 50.000 Exemplare geschrumpft. BOS – Borneo Orangutan Survival – betreibt mit internationalen Partnerorganisationen zwei Orang-Utan-Rettungsstationen auf Borneo / Indonesien, die aktuell knapp 600 Orang-Utans betreuen. Hier werden verletzte und verwaiste Tiere aufgenommen, gesund gepflegt und in einem jahrelangen Prozess rehabilitiert, so dass sie am Ende ihrer Ausbildung in geschützte Regenwaldgebiete ausgewildert werden können. Für diese Regenwaldgebiete hat BOS Konzessionen erworben. Außerdem forstet BOS zerstörte Waldgebiete wieder auf. Über 460.680 Hektar Regenwald schützt BOS so nachhaltig. Seit 2012 konnte BOS 358 Orang-Utans auswildern. Zehn Babys von ausgewilderten Müttern sind bereits im Dschungel auf die Welt gekommen. Seit 1999 hat BOS insgesamt mehr als 2.300 Orang-Utans gerettet. Doch aufgrund des radikalen Ausbaus der Palmöl-Megaplantagen, aufgrund von illegalem Holzeinschlag und Wilderei landen fast jede Woche neue Tiere in den Rettungsstationen. Und die Auswilderungsflächen werden knapp.