Technik - Textil und Textiltechnologie gestern und in der Zukunft: zur Renaissance-Mode nach Matthäus Schwarz

25. Juli 18:30  - 19:30 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Marina-Elena Wachs, Damenschneidermeisterin, Dipl.-Designerin und Professorin für Designtheorie, Braunschweig

Eintritt frei! Keine Anmeldung erforderlich!

Veranstaltungsort: Herzog Anton Ulrich-Museum, Foyer des Apoll (rechter Museumseingang), Museumstraße 1, 38100 Braunschweig

Matthäus Schwarz’ Klaidungsbuechlin repräsentiert den ersten Connaisseur der Männermode als Mode-Guide. Darüber hinaus ist die Renaissance-Mode in der Textilhistorie beispielhaft für das Zusammenspiel von Gesellschaft, Mode, Textilnachfrage und entsprechender Entwicklung der Textiltechnologie. Eine größere Nachfrage an bestimmten, zum Beispiel gewebten Materialien wie Samte, Brokate, Damaste, Atlas-Ware aus Seide und entsprechender repräsentativer Materialien, spiegelt nicht allein den Reichtum dieser Zeit in Form von Mode mit Hilfe von Textilien - als textiles Kulturerbe. Repräsentanz – Reproduktion – Reformation spiegeln den Zustand der Gesellschaft im 16. Jahrhundert.

Ohne die Entwicklung des Buchdrucks hätten wir heute nicht die Form des Textildrucks. Darüber hinaus ist interessant, wie sich Nachfrage von Mode-Stilen und Experten (Fachleute) der Textilindustrie gegenseitig befeuerten. Matthäus Schwarz ist aber auch ein Beispiel der Repräsentanz des Deutschen textilen Erbes im Bereich des Manufakturwesens innerhalb Europas, dem wir aktuell wieder neues Bewusstsein entgegenbringen.

Wir bedienen uns heute dem Kleidungsbüchlein als „textiles Gedächtnis“, als Inspiration auf der Suche nach neuen WERTvollen nachhaltigen Textilien und textiler Innovationen in allen Design- und Lebensbereichen.