Provenienzforschung in Braunschweig - Eine (Zwischen-)Bilanz

10. April 19:00  - 20:00 Uhr

Vortrag von Dr. Hansjörg Pötzsch 

Ohne Anmeldung. Eintritt frei. 

Ort: Vieweg-Salon, Braunschweigisches Landesmuseum, Burgplatz 1, 38100 Braunschweig

Nicht erst seit dem „Fall Gurlitt“, sondern schon seit 2010 lassen das Braunschweigische Landesmuseum, das Herzog Anton Ulrich-Museum und das Städtische Museum Braunschweig ausgewählte Sammlungen und Kulturgüter auf einen NS-verfolgungsbedingten Hintergrund (NS-„Raubkunst“) untersuchen. Höhepunkt dieser vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungen war das von April 2016 bis März 2019 laufende Kooperationsprojekt der drei Braunschweiger Museen „Sammlertum in Braunschweig: Provenienz und Raubkunst seit 1933“. Der vom internationalen Arbeitskreis Provenienzforschung e. V. initiierte „Tag der Provenienzforschung“ am 10. April ist Anlass, Bilanz zu ziehen und zurückzublicken auf fast zehn Jahre Provenienzforschung in Braunschweig, auf Ergebnisse, Problematiken und offene Fragen. Damit verbunden ist die Frage nach dem Verbleib der zwischen 1933 und 1945 in der Region Braunschweig „arisierten“ Mobilien und Kulturgüter, die auf direktem oder indirektem Weg vor oder nach 1945 auch in Braunschweiger Museen gelangt sein könnten.

Bild: Otto Dix, 1924, Die Malerin Lotte Prechner, aus der Sammlung Josef Haubrich, erworben Herzog Anton Ulrich-Museum 1980. Repro: Fotowerkstatt, Herzog Anton Ulrich-Museum