Forschungen zum mittelalterlichen Töpferofen von Salzgitter-Gebhardshagen

13. März 19:30  - 20:30 Uhr

Vortrag mit Christine Kellner-Depner

Eintritt frei!

Veranstaltungsort: Braunschweigisches Landesmuseum Archäologie, Kanzleistraße 3, 38300 Wolfenbüttel

Der Töpferofen wurde 1976 bei Umbauarbeiten am Lattemannschen Haus in Salzgitter-Gebhardshagen entdeckt und vom damaligen Bezirksarchäologen, Prof. Hartmut Rötting,  dokumentiert und ausgegraben. Die Bearbeitung und Veröffentlichung des Befundes und des Fundmaterials erfolgte in den 1990er Jahren. Erst 2002 wurden die Ergebnisse von archäometrischen Untersuchungen vorgelegt, die an der Keramik aus dem Töpfereibetrieb vorgenommen wurden und zu erstaunlichen Ergebnissen geführt haben. 2004 wurde für die mittelalterliche Dauerausstellung im Städtischen Museum Schloss Salder eine Rekonstruktion des für Salzgitter einmaligen Befundes angefertigt. Im Jahr 2016 schließlich wurde der Befund einer kritischen Überprüfung unterzogen. Heute lässt sich sagen, dass um 1200 unmittelbar nördlich der Burg (Gebhards)Hagen ein Vorwerk mit einer Töpferei existierte, in dem Keramik produziert und auf den mittelalterlichen Märkten in Braunschweig verkauft wurde. Im Vortrag werden der Befund und seine historische Einordnung auf Grundlage der Forschungsergebnisse vorgestellt.