Ein neuer Max Beckmann für Braunschweig

Aktionswoche vom 6. bis 14. April

Nur für kurze Zeit wird der neue „Braunschweiger“ Max Beckmann in der Gemäldegalerie des Museums – bei reduziertem Eintritt und begleitet von Sonderführungen und Aktionen präsentiert.

Eintritt (für das gesamte Museum)
Erwachsene 5€
Kinder kostenlos

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen in der Aktionswoche finden Sie hier!

Neues Max-Beckmann Gemälde im Herzog Anton Ulrich-Museum

Eines der frühesten Gemälde von Max Beckmann kehrt an seinen Entstehungsort Braunschweig zurück!

Das Herzog Anton Ulrich-Museum konnte die Landschaft mit See im Rahmen einer Auktion dank der Unterstützung der Günter Kalkhof-Stiftung, sowie der Stiftung zur Förderung des Herzog Anton Ulrich-Museums, erwerben. Das skizzenhaft gemalte Werk zeigt eine Landschaftsansicht, der offenbar die Riddagshäuser Teiche und die Buchhorst zugrunde liegen. Der erst 16-jährige Max Beckmann datierte es auf den 6. April 1900.

Max Beckmann & Braunschweig
Max Beckmann ist einer der bedeutendsten Künstler der Moderne - und er war ein bekennender Braunschweiger. Geboren 1884 in Leipzig, gestorben 1950 in New York, lebte Beckmann eigentlich nur zwischen dem 11. und 16. Lebensjahr in der Löwenstadt, aus deren Umland seine Eltern stammten. Die emotionale Bindung war trotzdem so stark, dass sich der Weltbürger zeitlebens als Braunschweiger bezeichnete. Vielleicht auch deshalb, weil er in Braunschweig die Kunst für sich entdeckte? Hier streifte Max lieber beobachtend und zeichnend durch Stadt, Natur und Gaststätten als zur Schule zu gehen. Hier lebte er nun einen Steinwurf vom Herzog Anton Ulrich-Museum entfernt, wo er die große Kunst der Alten Meister als Inspiration für seine eigenen erste Schritte als Künstler nutzen konnte.

Max Beckmann & das HAUM
Dass sich seine Landschaft mit See genau 119 Jahre nach ihrer Entstehung für eine Aktionswoche in die Galerie der großen Alten Meister des Herzog Anton Ulrich-Museums einreihen würde, in direkter Nachbarschaft zu Rembrandts Familienbild und Vermeers Mädchen mit dem Weinglas, hätte sich der 16-jährige Max sicher nicht träumen lassen. Beide Künstler haben ihn sehr beeindruckt, insbesondere das Familienbild aus Rembrandts Alterswerk hatte sich ihm nachhaltig eingeprägt. In seinem Tagebuch vermerkte er 1903 anlässlich einer Reise nach Amsterdam:

"Also über Rembrand (sic). Manchmal sehr schön, die Nachtwache find ich langweilig, ich finde alle können nicht gegen sein Braunschweiger Familienportrait an."