Vom 9. Oktober 2014 bis 25. Januar 2015 wurden die Kriegserlebnisse des bekannten Künstlers Max Beckmann in der Burg Dankwarderode thematisiert. Die Präsentation „Max Beckmann. Gesichter im Kriege – Graphische (Selbst-)Bildnisse 1914-1918“ verdeutlichte, wie einschneidend und traumatisierend seine persönliche Erfahrung mit dem Ersten Weltkrieg gewesen ist.

 

Max Beckmann, Die Kriegserklärung, 1914, Foto: C. Cordes, HAUM, © VG BILD-KUNST, Bonn 2014


Max Beckmann. Gesichter im Kriege - Graphische (Selbst-)Bildnisse 1914-1918

Max Beckmann (1884-1950), der seine Kinder- und Jugendjahre in Braunschweig verbrachte, stand im Zentrum der kleinen Sonderpräsentation in der Burg Dankwarderode. Auch Beckmann gehörte zu jenen Künstlern, die 1914 freiwillig, oft enthusiastisch in den Krieg zogen und traumatisiert wieder zurückkehrten. Auf seine Persönlichkeit, seinen weiteren Lebensweg und seine Kunst wirkte sich das Kriegserlebnis prägend aus.

Ausgehend von der neu erworbenen Kaltnadelradierung „Die Kriegserklärung“ thematisierte das Herzog Anton Ulrich-Museum diesen Wendepunkt im Werk Beckmanns. In der Zusammenschau mit Bildnissen und vor allem der dichten Reihe seiner Selbstbildnisse wurde der Umbruch nachvollziehbar, den das Kriegserlebnis
an der Front und in der Heimat in Beckmanns künstlerischer Sicht auf den Menschen bewirkte.