Sie haben die Wahl!

In den nächsten Monaten möchten wir mehr über Ihre Interessen und Vorstellungen erfahren. Deshalb entscheiden ab sofort Sie, zu welchen Themen unsere Sonntagsführungen stattfinden! Von Februar bis April haben Sie die einmalige Chance, zwischen zwei Themen zu wählen und für Ihren Favoriten per Mail unter wunschfuehrung.blm@remove-this.3landesmuseen.de abzustimmen.


Kosten der Führungen:

2 Euro zzgl. Eintritt

Wann:

Sonntags um 11.30 Uhr

Ort:

Braunschweigisches Landesmuseum
Burgplatz 1
38100 Braunschweig

Das Landesmuseum im Vieweghaus

Entscheiden Sie über die Themen unserer Führungen

Von Februar bis April können Sie unser Programm aktiv mitgestalten und über das Thema der Führungen abstimmen. Ab Montag, den 6. Februar 2017 können Sie an sieben Terminen jeweils zwischen zwei Themen wählen und per Mail an wunschfuehrung.blm@remove-this.3landesmuseen.de für Ihren Favoriten abstimmen. Geben Sie einfach die Nummer ihrer Wunschführung an und entscheiden Sie über das Programm!

Zwei historische Quellen unter der Lupe

Sonntag, 26. März 2017

011 Die Totenbücher eines Infanterieregiments zum Ersten Weltkrieg

Erfahren Sie mehr über die Totenbücher eines Infanterieregiments aus dem Jahr 1932, die sich in einem aufwändigen Schrein befinden und ein spätes „Heldengedenken“ für die Gefallenen eines Regiments darstellen, das zum gutem Teil in Braunschweig aufgestellt worden war. In einer politisch aufgeheizten Situation sollte es die Erinnerung an den Krieg bewahren und dessen Grausamkeit ausblenden.

ODER

012 Film „Aufbau im Gebiet von Salzgitter“

Tauchen Sie ein in die Zeit des Wiederaufbaus! Der Film „Aufbau im Gebiet von Salzgitter“ von 1952 dokumentiert den Wiederaufbau im kriegszerstörten Deutschland, er ist ein eindrucksvolles Zeugnis des Stolzes der Aufbau-Generation über das Geleistete. Mit einfachen filmischen Mitteln setzt er die baulichen Maßnahmen im ehemaligen Lager Barum-Heerte/ Westerkamp zukunftsfroh ins Bild und blendet andererseits die Hintergründe aus.   

Braunschweiger Mythen

Dienstag, 4. April 2017

013: "Eiserner Heinrich"

Erfahren Sie mehr über Braunschweiger Mythen! Ein eindrucksvolles Objekt aus der Geschichte des Herzogtums Braunschweig - und zwar aus seiner Endzeit - ist die Nagelfigur Heinrich der Löwe in Eisen von 1915, um die es in dieser Führung gehen soll.

014: Uniformstücke Friedrich Wilhelm

Ein herausragendes Zeugnis aus den Anfangsjahren des Herzogtums Braunschweig sind die Uniformstücke, die Herzog Friedrich Wilhlem bei seinem Tod 1815 in der Schlacht von Quarte Bras gegen Napoleon trug.

Beide Objektführungen sollen die Hintergründe dieser Objekte und den Stellenwert in der Sammlung des Landesmuseums aufzeigen.

 

Bisherige Wunschführungen

Von verzierten Ellen und Fruchtbarkeitspüppchen, Sonntag, 12. Februar 2017

001. Liebesgaben: Verzierte Ellen

Die Liebe - ein zeitloses Thema, um das der Künstler Matthew Cowan in der Ausstellung "Wandle auf Rosen und Vergissmeinnicht" künstlerische Arbeiten und Museumsobjekte zu einem Gesamtkunstwerk verwoben hat. In dieser Führung geht es vor allem um aufwändig verzierte Ellen (Messstäbe), die Frauen einst als Liebesgabe oder Brautgeschenk erhielten und die beipielsweise mit Namen und Sprüchen verziert waren.

ODER

002. Für den Kindersegen: Fruchtbarkeitspüppchen

Die Liebe sollte nach der Hochzeit noch von einem reichen Kindersegen gekrönt werden. Deshalb wurden Brautpaare mit Fruchtbarkeitspüppchen aus Flachs und Porzellan beschenkt, die viele Kinder mit sich bringen sollten. 

Leben im Mittelalter, Sonntag, 19. Februar 2017

003 Haben und Sein – Luxus und Lifestyle im Mittelalter

Häuslicher Abfall, in Kloaken entsorgt, verrät viel über den Alltag der mittelalterlichen Stadt. Mit dem Boomen der mittelalterlichen Städte im 12. Jahrhundert entwickelte sich eine Schicht wohlhabender Bürger, deren Lebensstil sich am Adel orientierte. An der Zusammensetzung des Hausrates lässt sich das Bedürfnis der neuen Oberschicht nach Repräsentation belegen. Sie orientierten sich dabei am höfischen Lebensstil der adeligen Elite. In Luxusgütern aus edlen Materialien und fernen Ländern, im Tischgeschirr aus Glas und Metall und in den Knochen von Schoßhündchen zeigt sich die Freude an irdischen Gütern, an Pracht, Prunk und Statussymbolen.

ODER

004 Städtisches Leben im Aufschwung – Braunschweig im Mittelalter

Näherte sich ein Reisender im 13. Jahrhundert einer Stadt, fiel sein Blick auf mächtige Mauern, von Kirchtürmen überragt. Innerhalb der Stadtmauer galt eigenes Recht, das den Bürgern eine im Mittelalter einzigartige Freizügigkeit bot. Die größere Rechtssicherheit war die Grundlage für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwung im 12 und 13. Jahrhundert. Ein spezialisiertes Handwerk auf hohem technischem Niveau und ein organisierter Handel sind die Eckpfeiler des städtischen Aufschwungs. Was zwischen den Stadtmauern geschah, wie der Lebensalltag der Menschen aussah, lassen Schriftquellen nur unzureichend erkennen. Dagegen liegt im Untergrund der Altstädte ein großes Bodenarchiv. Aus dem, was übrig geblieben ist oder weggeworfen wurde, bietet sich ein unmittelbarer Blick auf die Vielfalt städtischen Lebens jener Zeit.

Vom Fahrradfahren und den Frauen im 19. Jahrhundert, Sonntag, 26. Februar 2017

005 »Eine Fahrt auf dem Stahlroß ... wirkt erfrischend auf Geist und Gemüth«

Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert fand das Fahrrad allgemeine Verbreitung und war aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Im Zentrum der Führung stehen die Auswirkungen, die der einsetzende Fahrradboom auf das Leben der Menschen und ihren Alltag ausgeübt hat.

ODER

006 Frauenleben im 19. Jahrhundert

Frauen konnten im 19. Jahrhundert an Eigenständigkeit und Handlungsräumen gewinnen – auch wenn in allen sozialen Schichten eine Gleichstellung mit den Männern noch nicht erfolgte. Die Führung gibt an Beispielen von Frauen aus der Region Einblicke in Alltag, Familie, Freud und Leid von Frauen im 19. Jahrhundert.

Neandertaler vs. Bronzebecken, Sonntag, 12. März 2017

007 Neandertaler!

Erfahren Sie mehr über die bisher einzigen nachweisbaren Neandertaler-Knochen aus Niedersachsen, die in einer Ansammlung aus Jagtierbeute von Mammuts und Rentieren von vor 50.000 Jahren in Salzgitter-Lebenstedt gefunden wurden.

ODER

008 Vor Ort gegossene Bronzebecken aus Watenstedt

In dieser Führung geht es um aufwendig verzierte Metallbecken aus der Bronzezeit, die östlichen Braunschweiger Land gefunden wurden. Gleich zwei dieser Becken, die vor 2.800 Jahren hergestellt wurden, fand man vor über 100 Jahren südlich der Hünenburg bei Watenstedt, Kr. Helmstedt, 2008 gelang der Nachweis einer Gießform dieser Becken aus einer Siedlungsgrube und 2013 wurden weitere kleine Bronzebeckenfragmente gefunden.

Über die Wurzeln Niedersachsens und den frühmittelalterlichen Trend des Bodytransformings, Sonntag, 19. März 2017 in der Kanzlei Wolfenbüttel

009 Sturmfest und erdverwachsen? Was Sie schon immer über die alten Niedersachsen wissen wollten, sich aber nie zu fragen trauten

In den letzten 20 Jahren hat sich unser Bild von den frühen Bewohnern Niedersachsens, den sogenannten "Altsachsen", grundlegend verändert. Viele ihrer Hinterlassenschaften, die wir archäologisch erforschen, werden heute ganz neu interpretiert. Revolutionär ist vor allem die Erkenntnis, dass diese Menschen keineswegs ein alter germanischer Volksstamm waren, der das Land erobert hat. Auch die frühe Geschichte des Landes Braunschweig muss deshalb neu geschrieben werden. Im Archäologischen Museum Wolfenbüttel erläutert Ihnen eine der führenden Expertinnen auf diesem Gebiet den aktuellen Stand der Forschung, gibt Ihnen Einblicke in die geplante Aktualisierung unserer Dauerausstellung zu diesem Thema und beantwortet Ihre Fragen.

ODER

im Haupthaus

010 Bodytransforming im frühmittelalterlichen Europa - Der Turmschädel von Schöningen

Den eigenen Körper durch Muskeltraining, Diäten und operative Eingriffe umzugestalten ist ein moderner Megatrend. Ganz neu ist das aber nicht: Schon lange und in vielen Teilen der Welt verändern Menschen mit verschiedenen Techniken die Gestalt ihres Körpers, zum Teil sogar mit gezielten Verstümmelungen, z.B. der Füße. Eine ganz besonders auffällige Form des antiken Bodytransforming ist die Deformation des Kopfes durch harte Bandagen, die um die noch weichen Schädelknochen von Säuglingen gewickelt wurden. Vor rund 1500 Jahren gab es das auch hierzulande. Erfahren Sie, welche Gründe und Folgen das hatte und wer die Menschen waren, die dann als Erwachsene mit einem sogenannten „Turmschädel“ durchs Leben gingen.