Neueröffnung 23. Oktober 2016

Das Museumsgebäude in der Museumstraße wurde nach mehrjähriger umfangreicher Sanierung und Neueinrichtung am 23. Oktober 2016 neu eröffnet.

Die Baumaßnahme am Herzog Anton Ulrich-Museum gliederte sich in zwei Phasen. In der ersten Phase wurde hinter dem Museumsgebäude ein Neubau errichtet, in der zweiten Phase wurde das Altgebäude von 1887 umfassend saniert.

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Erweiterungsbau des Herzog Anton Ulrich-Museums
Blick in die alte Gemäldegalerie während der Sanierung

Das Herzog Anton Ulrich-Museum wurde im Rahmen der größten Kulturbaumaßnahme des Landes Niedersachsen der letzten zwei Jahrzehnte umfassend erweitert, saniert und neu eingerichtet.

Die erste Etappe der großen Baumaßnahme des Landes Niedersachsen für das Herzog Anton Ulrich-Museum wurde im Jahr 2009 abgeschlossen. Das Erweiterungsgebäude, das auf drei Etagen insgesamt knapp 4.000 qm Fläche enthält, wurde im Dezember 2009 übergeben. Damit steht nun genügend Platz zur Verfügung für eine moderne Museumspädagogik, für Depots und Werkstätten, Bibliothek und Kupferstichkabinett, eine komfortable Cafeteria sowie für die Büros der Verwaltung. Errichtet wurde der Erweiterungsbau nach dem in einem Wettbewerb ausgewählten Entwurf von Gerhard Lehmann/Lehmann Architekten Offenburg/Berlin, der ein zeitgemäßes, aber nicht zum parallelen Altgebäude in scharfem Kontrast stehendes Bauwerk schuf. Es erfüllt hervorragend die räumlich-funktionalen Anforderungen des Museums mit einer doppelten Anbindung an das Altgebäude und dem zum Park hin versenkten untersten Geschoss, das nur auf der Seite des Altgebäudes erkennbar wird.

Der Neubau lebt von den zurückhaltenden Kontrasten seiner Materialien: Glas, Aluminium in Anthrazit, Sandsteinsockel und einem äußeren leichten Pfeiler-Umgang in Weiß, der das gesamte Gebäude umschließt. Den Farbklang führt auch die Innenausstattung mit Böden, Wänden, Fußleisten und Treppen fort. So wie auf den näheren Blick der Sandsteinsockel außen einen Bezug zum Altgebäude herstellt, spiegeln auch die Pfeiler des Umganges in ihrem Rhythmus die Achsen des Baues aus dem 19. Jahrhundert. Über eine Terrasse hinweg bleibt dieser vom Park her ebenso in unteren Geschossen sichtbar. In der Dunkelheit erfährt der Neubau durch eine akzentuierende Beleuchtung eine architektonische Betonung.

Im zweiten Abschnitt der Baumaßnahme wurde nach dem erfolgten kompletten Ausräumen des Altgebäudes das Gebäude aus dem Jahr 1887 vollständig renoviert. Die Renovierung umfasste die Erneuerung der Fenster und Türen, der Sicherungs- und Elektroleitungen und diente mit dem Bau einer Lüftungsanlage und neuem Innenputz der Verbesserung des Klimas. Wand- und Deckeneinbauten des 20. Jahrhunderts wurden wieder entfernt, um rund 800 qm zusätzliche Ausstellungsfläche zu schaffen. Dann sind Sonderausstellungen auf bis zu 900 qm möglich. In Zukunft wird das Gebäude des 19. Jahrhunderts in seinen drei Hauptgeschossen nur noch Ausstellungszwecken dienen.
Seit dem 23. Oktober 2016 ist das neue Herzog Anton Ulrich-Museum wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Gesamtvolumen: ca. 35,6 Mio €
Träger: Land Niedersachsen
Vertretung des Bauherren: Staatliches Baumanagement Braunschweig
Architektur Erweiterungsgebäude: Lehmann Architekten, Offenburg
Architektur Sanierung Altgebäude: Kleineberg & Pohl, Braunschweig
Ausstellungsarchitektur: Kuehn Malvezzi GmbH, Berlin

Förderer:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Stiftung Niedersachsen
Die Braunschweigische Stiftung
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Freundeskreis des Herzog Anton Ulrich-Museums
Braunschweiger Privatbank
Braunschweig Stadtmarketing GmbH
Öffentliche Versicherung Braunschweig
Braunschweigische Landessparkasse

Kulturpartner: NDR Kultur

Wissenschaftlicher Beirat:
Dr. Daniel Hess, stv. Generaldirektor, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Max Hollein, Fine Arts Museums of San Francisco (vormals Städelmuseum)
Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor, Staatsgemäldesammlung München
Dr. Axel Rüger, Direktor, Van Gogh Museum, Amsterdam
Dr. Karl Schütz, Direktor i.R., Gemäldegalerie, Kunsthistorisches Museum Wien
Dr. Lorenz Seelig, Landeskonservator i.R., Bayerisches Nationalmuseum, München
Prof. Dr. Dirk Syndram, Direktor, Grünes Gewölbe und Rüstkammer, Dresden