Ebenfalls seit 1765 als Museumssammlung nachweisbar ist die Sammlung der Limousiner Maleremails.

Fußschale mit Deckel: Szenen mit Neptun und Meereswesen, Höhe 26 cm, Pierre Courteys, Limoges, 3. Viertel 16. Jahrhundert, Inv. Nr. Lim 55

Maleremail

Auch diese Museumssammlung geht auf Herzog Anton Ulrich zurück; zusammen mit der Majolika-Sammlung wurde sie von Schloss Salzdahlum in das Kunst- und Naturalienkabinett in Braunschweig überführt. Mit heute rund 230 Objekten gehört die Sammlung der Maleremails weltweit zu den umfangreichsten und ist in Deutschland mit weitem Abstand die größte.

Die Sammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums bietet einen Überblick über die Entwicklung der hochwertigen Produktion der in Limoges ansässigen Emailwerkstätten, die im 15. und 16. Jahrhundert von den französischen Königen privilegiert waren. In der Braunschweiger Sammlung sind Stücke aller bedeutenden Emailleure vertreten. So auch mehrere herausragende Werke des Pierre Courteys (ca. 1520-ca. 1586), der zu den bekanntesten Limousiner Emailleure der Renaissance zählt. Ein besonders eindruckvolles Stück stellt hierbei eine Fußschale mit Deckel dar, die mit Neptun und Meereswesen verziert ist (Abb.).