Das Braunschweigische Landesmuseum wurde 1891 als Vaterländisches Museum aus bürgerschaftlichem Engagement gegründet. Seit mehr als 120 Jahren werden hier die Zeugnisse der Geschichte und Kultur des Braunschweigischen Landes gesammelt, bewahrt, erforscht sowie ausgestellt und vermittelt.

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Selbstverständnis
Das Braunschweigische Landesmuseum steht heute in der Trägerschaft des Landes Niedersachsen. Auftrag und Bestand des Museums werden durch den Status als vom ehemaligen Land Braunschweig überkommene heimatgebundene Einrichtung gemäß Art. 72 der niedersächsischen Verfassung garantiert. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, Archäologie, Geschichte und Volkskunde der Region integrativ und vielschichtig zu erforschen und zu vermitteln. Zusammen mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum und dem Staatlichen Naturhistorischen Museum bilden wir seit 2007 den Betrieb „Niedersächsische Landesmuseen Braunschweig“. Innerhalb des Betriebs werden Synergien durch die gemeinsame Erledigung von Aufgaben, zum Beispiel im Bereich Restaurierung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, genutzt.
Das Braunschweigische Landesmuseum ist ein Museum an vier Standorten in historischen Gebäuden: Neben dem Haupthaus am Braunschweiger Burgplatz gibt es die Zweigmuseen Hinter Aegidien, Kanzlei Wolfenbüttel und Bauernhausmuseum Bortfeld.
Wir arbeiten auf wissenschaftlicher Grundlage und orientieren uns an gültigen internationalen Standards der Museumsarbeit. Wir streben danach, uns mit engagierten Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zu vernetzen. Die Anliegen unserer Besucherinnen und Besucher stehen bei uns im Mittelpunkt. Wir orientieren uns in unserer Arbeit an ihren Fragestellungen und Bedürfnissen.


Mitarbeitende
Die Professionalität aller Mitarbeitenden und eine offene Kommunikation untereinander werden kontinuierlich gefördert.
Im Zusammenspiel von Mitarbeitenden aus den Bereichen Wissenschaft, Museumspädagogik, Restaurierung, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Aufsichtsdienst erfüllen wir unseren Auftrag als Braunschweigisches Landesmuseum.

Sammeln
Die umfangreichen und vielfältigen Sammlungen mit den Schwerpunkten Archäologie, Geschichte und Volkskunde sind die Basis unserer Museumsarbeit. Dabei stehen der historische Wert und der Kontext im Vordergrund, d.h. die Menschen und Ereignisse hinter den Objekten.
Provenienzforschung ist Bestandteil unserer Sammlungsdokumentation.


Bewahren
Unser Ziel ist die unverfälschte und wissenschaftlich fundierte Überlieferung der uns anvertrauten historischen Zeugnisse. Auch Spuren der Alterung und des Gebrauchs verstehen wir als bewahrenswerte Dokumente der individuellen Objektgeschichte. Restauratorische Eingriffe beruhen auf sorgfältiger Kontextrecherche und Abwägung und orientieren sich am Grundsatz der Reversibilität. Für den dauerhaften Erhalt optimieren wir die Umgebungsbedingungen in Ausstellungen, Depots und auf Transportwegen.


Forschen
Wir betreiben kontinuierlich sammlungsbezogene Forschung im Rahmen von Ausstellungen und interdisziplinären Projekten mit Partnerinstitutionen. Historische Quellenrecherche, naturwissenschaftliche Untersuchungen und Analysen zur Technologie gewähren eine neue Sicht auf die Dinge. Initiativen für Forschungsvorhaben sind uns immer willkommen.


Ausstellen und Vermitteln
Wir binden Themen braunschweigischer Geschichte in einen überregionalen, nationalen und internationalen Kontext ein und fördern die Entwicklung und Verankerung eines offenen und kritischen Geschichtsbewusstseins. Jede Präsentation wird dahingehend entworfen, dass für die Besucherinnen und Besucher Anknüpfungspunkte zwischen ausgestellter Geschichte, gelebter Vergangenheit und eigener Gegenwart entstehen.
Wir bieten ein breit gefächertes, auf unterschiedliche Zielgruppen und Interessen abgestimmtes Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm.
Angelehnt an seine Gründungsgeschichte und an sein Sammlungsspektrum präsentiert sich das Museum gleichermaßen als Bildungsort des Verstandes und des Gefühls.


Braunschweig, 1. März 2016