Die heute etwa 440 Objekte umfassende Sammlung der Kostbarkeiten ist seit 1754 als Museumssammlung nachweisbar.  

Blau emaillierte Schale mit Deckel und Untersatz, Breite 23 cm, Goldschmiedearbeiten: Christopher Fabritius oder Christopher Jonsen, Medaillons: Johann Ephraim Bauert, Kopenhagen, 1759, Inv. Nr. Kos 253

Kostbarkeiten

Dieser Bestand geht auf die Sammlung der „Preziosen und allerley andere Kunstsachen" zurück, die bei der Gründung des Herzoglichen Kunst- und Naturalienkabinetts von Herzog Carl I. als neue Einheit zusammengestellt wurde. Neben kostbaren Einzelstücken bilden den Kern der unterschiedlichsten Arbeiten des Kunsthandwerks die Goldschmiede-, Silberschmiede- und Steinschneidearbeiten.

Nicht nur zur Zeit des Zweiten Weltkriegs hat die Sammlung der Kostbarkeiten empfindliche Einbußen erlitten. Auch sind bereits für das späte 18. Jahrhundert große Verluste zu verzeichnen. Der Bestand enthält jedoch immer noch eine große Anzahl bedeutsamer Gegenstände einer Kunstkammer. Hervorzuheben sind auch Einzelstücke wie zwei von Johan Henrik Schildt (1678-1732) angefertigte Aquarelle, die herausragende Stahlkassette des Hugenotten Pierre Fromery (1659- 1738) sowie eine blau emaillierte Schale mit Deckel und Untersatz, die mit Medaillons aus Elfenbein geschmückt ist (Abb.). Diese zeigen eine Porträtgalerie der Vorfahren Friedrichs V. von Dänemark und ihn selbst.