Von der prachtvollen Thorarolle zum einfachen Chanukkaleuchter, von der Machsor bis zu zionistischen Zeichnungen, vom Judenstern bis zur kompletten Synagogeneinrichtung...

Kontakt

Dr. Hans-Jürgen Derda
0531 - 1215-2630
h-j.derda(at)3landesmuseen.de

Meike Buck, M. A.
0531 - 1215-2605
meike.buck(at)blm.niedersachsen.de

Chanukka-Leuchter aus Hornburg

Judaica

Die Judaica-Sammlung gehört zu den historisch bedeutendsten Sammlungen in Deutschland. Sie wurde als öffentliche Sammlung des Hofjuden Alexander David (1697–1765) bereits sei 1746 gezeigt und war seit Gründung des Museums von 1891 bis Ende 1944 Teil der Dauerausstellung. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte wegen der räumlichen Gegebenheiten erst im Zusammenhang mit dem Umzug des Braunschweigischen Landesmuseums in das Vieweghaus am Burgplatz die Voraussetzung dafür geschaffen werden, ab 1987 das Jüdische Museum erneut zu präsentieren.

Wesentlich ergänzt wurde diese Sammlung durch den Erwerb der Inneneinrichtung der Hornburger Synagoge Anfang des 20. Jahrhunderts durch Karl Steinacker, um die jüdische Religionsgeschichte vor allem im Braunschweiger Land zu zeigen.

Seit der Wiedereröffnung des Jüdischen Museums 1987 wird darauf geachtet, die jüdische Geschichte in all ihren Facetten, das heißt unter politischen, sozialen, kulturellen und religiösen Aspekten, zu betrachten, u.a. auch um den prägenden Einfluss auf die abendländische Kultur zu zeigen.

Ergänzt wird die Sammlung durch Zeugnisse, die auf die Zeit nach der Befreiung des Lagers Bergen-Belsen hinweisen.