Hinter Aegidien

Architektonisch ist das Zweigmuseum Hinter Aegidien des Braunschweigischen Landesmuseums ein ungewöhnliches Gebäudeensemble. Es besteht aus den noch erhaltenen Räumlichkeiten des ehemaligen Benediktinerklosters St. Aegidien und dem gotischen Chor der Kirche des ehemaligen Paulinerklosters, das ab 1902 vom Bohlweg nach Hinter Aegidien versetzt wurde.
Zudem gehört seit 1935 das frühere Evangelische Vereinshaus (um 1900) auf der Südseite des Klosters zum Museumsensemble.

Adresse:
Braunschweigisches Landesmuseum - Hinter Aegidien
Hinter Aegidien, 38100 Braunschweig

Kontakt:
Tel 0531 – 1238465
info.blm(at)3landesmuseen.de

Ab dem 23. Oktober 2015 ist das Museum nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder geöffnet.

Hinter Aegidien
Hinter Aegidien

Kloster St. Aegidien

Das Benediktinerkloster St. Aegidien wurde 1115 von der brunonischen Gräfin Gertrud gestiftet. Von den Räumlichkeiten sind noch die Kirche, zwei Flügel des romanischen Kreuzganges und drei angrenzende Räume erhalten. Seit der Auflösung während der Reformation wurde das Kloster unterschiedlich genutzt: als evangelisches Damenstift, als Militärdepot, Gefängnis und kultureller Veranstaltungsort sowie schließlich als Museum. Die 2012 in den ehemaligen Klosterräumen eingerichtete Ausstellung „… und es ward Licht“ informiert über das klösterliche Leben und die Geschichte der Einrichtung.

 

Jüdische Religion und Kultur

Die mehr als 1000 Objekte zählende Judaica-Sammlung des Braunschweigischen Landesmuseums gehört zu den historisch bedeutendsten in Deutschland. Sie war schon bald nach der Gründung des Vaterländischen Museums 1891 bis gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Teil der Dauerausstellung. Erst 1987 konnte erneut eine Ausstellung zur jüdischen Religion und Kulturgeschichte in Hinter Aegidien eingerichtet werden. Im Zentrum steht die fast vollständig erhaltene barocke Inneneinrichtung der Synagoge aus der Landgemeinde Hornburg, die seit 1922 Teil der Judaica-Sammlung und in Norddeutschland einzigartig ist.