Sonderausstellung in der Herzoglichen Kanzlei

Am originalen Ort, der bis heute erhaltenen Herzoglichen Kanzlei in Wolfenbüttel, haben wir anlässlich des 300. Todestages von Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel  von November 2014 bis Mai 2015 eine Ausstellung zur Regierungspraxis des vielseitig begabten Welfenherzogs gezeigt.

Laufzeit

21. November 2014 - 3. Mai 2015

Ort

Braunschweigisches Landesmuseum - Kanzlei Wolfenbüttel
Kanzleistr. 3, 38300 Wolfenbüttel

Öffnungszeiten

Fr bis So 10 - 17 Uhr, Mo bis Do geschlossen
Während der Laufzeit der Sonderausstellung zusätzlich geöffnet: Mi 15 - 19 Uhr

Führungen

Öffentliche Führungen

So: 11.30 Uhr

jeden ersten Mi im Monat: 17 Uhr

Kosten: 2 € zzgl. Eintritt, Dauer: 60 min.

 

Kostümführungen

 

Führungen mit "Probst von Wendhausen" an ausgewählten Terminen

(18.01. 2015: 11.30 Uhr, 04.02. 2015: 17 Uhr, 01.04. 2015: 17 Uhr)

 

Gebuchte Führungen

 

Di bis So möglich

Kosten: 40 € zzgl. erm. Eintritt pro Person

Dauer: 1 Std.

Anmeldung: (05331) 858 69 90

 

 

 

 

 

Siegelstempel der Herzöge Rudolf August und Anton Ulrich, Foto: P. Sierigk


Hier wird regiert!
Die Beamten im Dienste des durchlauchtigsten Herzogs Anton Ulrich

Regent, Dichter und leidenschaftlicher Kunstsammler: Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633 - 1714) gilt als schillernde und vielseitige Persönlichkeit des Barocks. Er legte den Grundstein für eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Deutschlands, die sich heute im Braunschweigischen Herzog Anton Ulrich-Museum befindet.
Das Braunschweigische Landesmuseum und das Herzog Anton Ulrich-Museum widmeten anlässlich seines 300. Todestages dem bedeutenden Welfenherzog zwei Sonderausstellungen. "Fürst von Welt. Herzog Anton Ulrich - ein Sammler auf Reisen" (10. April - 20. Juli 2014), die Präsentation des Herzog Anton Ulrich-Museums, widmete sich der Sammelleidenschaft des Herzogs und dem systematischen Aufbau seiner Kunstsammlung.

Die Ausstellung "Hier wird regiert! Die Beamten im Dienste des durchlauchtigsten Herzogs Anton Ulrich" des Braunschweigischen Landesmuseums in Kooperation mit dem Staatsarchiv Wolfenbüttel hingegen beleuchtete die Regierungspraxis des umtriebigen Welfenherzogs, der unter den niedersächischen Fürsten des Hochabsolutismus den wohl glänzendsten Vertreter darstellt. Dem Anspruch nach war sein Handeln unbeschränkt. In einer von politischen Konkurrenzkämpfen, Wirtschaftskrisen und ständiger Finanznot geprägten Zeit sah er sich allerdings vor Herausforderungen gestellt, die ohne die Unterstützung einer Heerschar von Beamten unmöglich zu bewältigen waren. Heute fast vergessen, steht das Gebäude der Neuen Kanzlei  in Wolfenbüttel für den Ort, an dem im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel Politik gemacht wurde. Hier waren mit Geheimem Rat, Kammer, Gericht und Schreibstuben alle Einrichtungen versammelt, die gemeinsam die Regierung bildeten. Dem Fürstlichen Archiv, dessen massive Gewölbe und unzähligen Schubladen den eindrucksvollen Rahmen für die Ausstellung bilden, vertraute der Fürst die gewichtigsten Dokumente an. Was wurde hinter diesen Mauern exklusiv verhandelt, beschlossen, durchgedrückt? Wie funktionierte die Verwaltung um 1700? Abseits vom Prunk und Glanz des Hofes weckte die Ausstellung das Erstaunen des Besuchers über eine Zeit, in der die Bürokratie, wie wir sie kennen, in den Kinderschuhen steckte.