Herzog Anton Ulrich zu Gast in Dresden

Herzog Anton Ulrich zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten des Barock. Seine Sammeltätigkeit stand im Mittelpunkt dieser Ausstellung, in der die künstlerischen und sammlungsgeschichtlichen Beziehungen zwischen Braunschweig und Dresden als Residenzstadt Kurfürst Friedrich Augusts I. von Sachsen, gen. August der Starke, aufgezeigt wurden.

13. Juni bis 3. Oktober 2012
im Neuen Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Residenzschloss Dresden

Öffnungszeiten:
10 bis 18 Uhr
Dienstag geschlossen

 

 

Ausstellungsmotiv
Balthasar Permoser, Selene und Endymion, um 1685, Elfenbein

In den traditionsreichen Räumen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentierte das Herzog Anton Ulrich-Museum rund 30 Objekte, die den Charakter des Sammlers Herzog Anton Ulrich repräsentierten.
Die Ausstellung im Sponsel-Raum des Neuen Grünen Gewölbes widmete sich Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) und den künstlerischen wie sammlungsgeschichtlichen Beziehungen der Braunschweiger Herzöge zum kurfürstlich-königlichen Dresden Friedrich Augusts I., gen. August der Starke (1670-1733). Ausgewählte Werke des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig gaben Einblick in die Sammlung Anton Ulrichs und seiner Söhne. Darunter befanden sich Schöpfungen so namhafter Künstler wie Balthasar Permoser und Leonhard Kern sowie ausgewählte Werke aus den Beständen der italienischen Majolika, des Limousiner Maleremails und der Ostasiatika. Darüber hinaus warf die Ausstellung ein Licht auf das Sammlungsinteresse der vorhergehenden Generationen Braunschweiger Herzöge. So wurde das Hauptwerk der Braunschweiger Bronzesammlung, die Reiterstatuette Herzog Heinrich Julius' von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613), die Adriaen de Vries um 1605 geschaffen hat, ausgestellt.

"Der durch die Ausstellung „Herzog Anton Ulrich zu Gast in Dresden begründete Schulterschluss zwischen Braunschweig und Dresden ist ein neues, wichtiges Beispiel für gelungene kulturelle Kooperation. Repräsentationswille und Sammelleidenschaft haben in beiden Städten dazu geführt, dass Kunstsammlungen auf europäischem Boden ihre Tore für Besucher geöffnet haben. Diese stammten selbst nicht aus den jeweiligen Adelshäusern. Damit stehen Braunschweig und Dresden gemeinsam als Vorreiter des modernen Museumsgedankens Pate. Eine Patenschaft, die mit der Ausstellung der Braunschweiger Kunstobjekte hier im Grünen Gewölbe nun eindrucksvoll erneuert wird“, sagte die damalige Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung in Dresden.