Tetradachme des König Philippos III. Arrhidaios von Mekadonien, 323-317 v.Chr., Inv. L 717
Tetradachme des König Philippos III. Arrhidaios von Mekadonien, 323-317 v.Chr., Inv. L 717

Die Tetradrachme König Philipps III. Arrhidaios von Makedonien, Halbbruder und Nachfolger Alexanders des Großen, wurde zwischen 323 und 317 v. Chr. in Babylon geprägt. Sie imitiert die in großer Masse hergestellten Silbermünzen Alexanders des Großen und zeigt auf der Vorderseite den mythischen Ahnherrn Herakles, auf der Rückseite den thronenden Gott Zeus. Nur die Umschrift auf der Rückseite weist darauf hin, dass es sich um eine offizielle Münze König Philipps handelt, der in Teilen des ehemaligen Alexanderreiches als Nachfolger des großen Makedonenkönigs anerkannt worden war.

Griechische Münzen

Von den rund 1900 griechischen Münzen, die die Sammlung heute umfasst, wurden 1815 Exemplare im Jahre 1998 im Bestandskatalog „Die griechischen Münzen“ von Wolfgang Leschhorn publiziert. Darunter sind nur wenige Gold- und Silbermünzen, da in napoleonischer Zeit besonders unter den antiken Beständen aus Edelmetall große Verluste eingetreten waren.

Die Römischen Münzen

Unter den römischen Münzen sind wie auch unter den griechischen Münzen größere Verluste in napoleonischer Zeit eingetreten. Der größte Teil der heute rund 2450 römischen Münzen wurde im Jahre 2006 in dem Bestandskatalog „Die römischen Münzen“ von Wolfgang Leschhorn publiziert. Einige hervorragende Porträtmünzen römischer Kaiser sind seither hinzugekommen. Um die Serien der Kaiserprägungen zu vervollständigen, störte es die Braunschweiger Herzöge nicht, auch Imitationen römischer Münzen zu erwerben. So besitzt das Herzog Anton Ulrich-Museum auch eine ganze Reihe von so genannten Paduanern, Nachahmungen römischer Münzen aus der Renaissance.

Aureus des Kaisers Tiberius, Lugdunum zwischen 14 und 37 n.Chr., Inv. 10.788
Aureus des Kaisers Tiberius, Lugdunum zwischen 14 und 37 n.Chr., Inv. 10.788

Der Aureus des Kaisers Tiberius entstand in der kaiserlichen Münzstätte Lugdunum (heute Lyon) zwischen 14 und 37 n. Chr. Auf der Vorderseite der Goldmünze wird der Kaiser porträtiert. Die sitzende weibliche Gestalt auf der Rückseite stellt wohl Livia, die Gemahlin des Augustus und Mutter des regierenden Kaisers, dar.

Imitation einer römischen Münze mit Bildnis des Kaisers Tiberius (14-37 n.Chr.), Inv. W 118
Imitation einer römischen Münze mit Bildnis des Kaisers Tiberius (14-37 n.Chr.), Inv. W 118

Die Echtheit der angeblich antiken Messingmünze mit dem Bild des Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.) auf der Vorderseite und dem römischen Rundtempel auf der Rückseite wurde lange diskutiert. Auf Grund einer Metallanalyse lässt sich das Stück nun als Imitation einer römischen Münze nachweisen. Es war wohl ein Künstler der Renaissance, der dafür verantwortlich war.