
- Aussenansicht Herzog Anton Ulrich-Museum
Nachdem bereits die Herzöge Anton Ulrich und Carl I. mittelalterliche Kunstwerke erworben hatten, gelangte seit der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts verstärkt mittelalterliche Kunst aus Kirchen des Braunschweiger Landes in das Museum. So entstand die kostbare Mittelaltersammlung, verwahrt in der Burg Dankwarderode. Zudem wurden Fürstenberger Porzellane aus der landeseigenen Manufaktur, wie auch im 20. Jahrhundert eine reiche Spitzensammlung, angekauft. In den letzten 20 Jahren konnten u.a. bedeutende Gemälde aus dem 15. Jahrhundert, ein Selbstbildnis von Ludger tom Ring d. J. und herausragende graphische Künstlerselbstbildnisse der Moderne erworben werden. Gerade im Bereich der Graphik wurden dem Museum bedeutende Privatsammlungen überlassen, u.a. seit 1996 die Sammlung Hausmann (Aquarelle und Zeichnungen des 19. Jahrhunderts).
Im Jahr 2008 wurde der Grundstein für eine Erweiterung gelegt. Seit Frühjahr 2010 steht der neue Funktionsbau mit Depots, Bibliothek, Kupferstichkabinett Werkstätten und Verwaltung zur Verfügung. Das historische Haupthaus, errichtet 1884-87, wird auf den Ursprungszustand zurückgebaut und nach Renovierung mit moderner Ausstellungstechnik ausgestattet. Neben der in der Burg Dankwarderode ständig gezeigten Mittelaltersammlung werden in der Zwischenzeit Meisterwerke aller Sammlungen in der Sonderschau "Epochal. Meisterwerke des Herzog Anton Ulrich-Museums von der Antike bis zur Gegenwart" präsentiert.
Das Hauptgebäude in der Museumstraße ist aufgrund einer umfassenden Sanierung geschlossen. Das Kupferstichkabinett und die Bibliothek im Neubau sind auf Anfrage zugänglich.