Fossilien aus dem Jurameer

Das Projekt "Geopunkt Schandelah" ist ein Ausgrabungprojekt in der Region Braunschweig. Im Jahr 2009 stieß die Scheller Stiftung gemeinsam mit dem Staatlichen Naturhistorischen Museum und dem Geopark Harz, Braunschweiger Land, Ostfalen eine Initiative an, welche das Ziel hat das paläontologisch interessante Gelände des ehemaligen Schiefersteinbruchs zu erforschen und bewahren.

Geopark

Informationen zu weiteren Geopunkten und dem Geopark der Region Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen finden Sie auf der Webseite www.geopark-harz.de.

Schandelah bei Braunschweig stellt für Wissenschaftler schon seit mehr als einhundert Jahren einen Ort dar, an dem bei Grabungen immer wieder erstaunliche Funde geborgen wurden: Zahlreiche Fossilien, darunter Insekten und Fische, sowie komplette Ichthyosaurierskelette waren bislang darunter.

So dokumentieren die in Schandelah gefundenen Objekte sehr anschaulich wie das Leben vor Millionen von Jahren ausgesehen hat - und Untersuchungen des sogenannten Posidonienschiefers an der Ausgrabungsstätte zeigen: Die norddeutsche Tiefebene war vor 180 Millionen Jahren vom Jurameer überflutet.

Das heutige Gebiet von Ostasien bis in die Alpenregion stand vor 180 Millionen Jahren großteils buchstäblich unter Wasser. Lebenwesen, die einst diese Wasserwelten bevölkerten, findet man heute als Fossilien erhalten bei Grabungen wieder. Schandelah ist einer der wenigen Orte in Niedersachsen an denen die Überreste des Jurameeres so dicht unter der Oberfläche zu finden sind.

Wer mehr über die Ausgrabungen am Geopunkt Schandelah und die Scheller Stiftung als Projektinitator erfahren möchte erhält auf der Website der Scheller Stiftung weitere Informationen und im TV-Beitrag des RTL Nord einen Einblick in die Grabungstätigkeiten vor Ort.