Galapagos!

Das einzigartige Ökosystem der Galapagos-Inseln stand im Zentrum der Sonderausstellung, die vom Zoologischen Museum der Universität Zürich konzipiert wurde. Die zweisprachige Ausstellung (deutsch/englisch) erzählte anhand von Dioramen, Präparaten, Videos und interaktiven Stationen von der Entstehung, Entdeckung, Erforschung und Bedrohung der Inseln im Pazifischen Ozean.

AUSSTELLUNGSORT & KONTAKT:

Staatliches Naturhistorisches Museum
Pockelsstraße 10, 38106 Braunschweig
Tel.: 0531/28892-0
E-Mail: info.snhm@remove-this.3landesmuseen.de


ÖFFNUNGSZEITEN:

Di bis So 9 – 17 Uhr, Mi 9 – 19 Uhr, Mo geschlossen


EINTRITTSPREISE:

Erwachsene 5 €, ermäßigt 3 €, Kinder (6 – 14 Jahre) 2 €
Freier Eintritt für: Kinder unter 6 Jahren, Lerngruppen (für jeweils 5 Kinder ist 1 Begleitperson ebenfalls frei), eine Begleitperson von darauf angewiesenen Schwerbehinderten und Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde.

Der reich bebilderte Reiseführer zur Sonderausstellung GALAPAGOS! vom Zoologischen Museum der Universität Zürich war im Museumsshop erhältlich.

Entstehung und Besiedlung

Die Inseln des Galápagos-Archipels entstanden in einem Zeitraum vor 4–0,5 Millionen Jahren durch untermeerische Vulkanausbrüche. Trotz der isolierten Lage mitten im Ozean und der gut 1.000 km weiten Entfernung zum südamerikanischen Festland gelangten Tiere und Pflanzen aus eigener Kraft oder mit Hilfe von Wind- und Meeresströmungen auf die Inseln und besiedelten erfolgreich die neu entstandenen Lebensräume. Auch der Mensch gelangte schließlich nach Galápagos und brachte sowohl Haus- als auch andere Tiere mit, welche bald die bestehenden Lebensgemeinschaften empfindlich störten.

Die aussergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt

Die Vorfahren der heute auf Galápagos lebenden Tierarten mußten sich an die neue Landschaft mit ihrem speziellen Nahrungsangebot sowie andere Feinde und klimatische Bedingungen anpassen. Aufgrund dieser evolutiven Prozesse kam es zur Ausbildung neuer Arten, die ausschließlich auf den Galápagos-Inseln beheimatet sind (Endemiten). Bekannteste Beispiele hierfür sind die Darwinfinken und die Meerechsen.

Verhängnisvolle Zahmheit der Tiere

Die auf den Galápagos-Inseln lebenden Tiere zeigen eine besondere Zutraulichkeit gegenüber den Menschen, da sie ein Fluchtverhalten nur gegenüber natürlichen Fressfeinden entwickelten, die sie jedoch meist nicht kannten. Der Mensch besiedelte das Archipel allerdings erst wesentlich später. Mit seiner Ankunft kamen auch Hunde, Katzen und andere Tiere auf die Inseln, welche die heimischen Tiere nicht als Bedrohung ansehen. Diese Zahmheit kann ihnen somit leicht zum Verhängnis werden.