Die Sammlung der Fürstenberger Porzellane ist mit 1.400 Stücken die zahlenmäßig größte Einzelsammlung der Abteilung Angewandte Kunst und zugleich auch die weltweit größte; seit 1877 besteht sie als Museumssammlung.

Fünf Teile eines Tête-à-Tête mit Hirtenlandschaften, Höhe Kanne 20,5 cm, Manufaktur Fürstenberg, um 1765, Maler: Pascha Johann Friedrich Weitsch, Inv. Nr. Für 741-745

Fürstenberger Porzellan

Diese Bestände beinhalten künstlerisch herausragende Erzeugnisse der Manufaktur Fürstenberg von der frühen Zeit bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Somit dokumentiert die Sammlung auf exemplarische Weise die Entwicklung der Produktion vom Spätbarock bis zum Spätklassizismus der Manufaktur Fürstenberg, die 1747 von Herzog Carl I. gegründet wurde.

Die Sammlungsabteilung Fürstenberger Porzellan zeichnet sich durch die Reichhaltigkeit und Vielzahl seltener bzw. unikater Stücke aus. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Unterabteilung der Biskuitbüsten mit Ausformungen von Köpfen nach antiken und zeitgenössischen Vorlagen. Mit 148 unterschiedlichen Einzelstücken ist sie wohl die weltweit größte Sammlung historischer Porzellanbüsten. Neben den Büsten sind zudem der Bestand der Frühen Produktion, die von Pascha Johann Friedrich Weitsch (1723-1803) mit Landschaften bemalten Porzellane (Abb.) sowie die umfangreiche Sammlung der Vasen zu erwähnen.