Norddeutschland im Eiszeitalter

08. November 19:00  - 20:00 Uhr

 

Veranstaltungsort: Lichtsaal des Naturhistorischen Museums, Pockelsstraße 10, 38106 Braunschweig

Vortragende: PD Dr. habil Ludger Feldmann, Kaarst

Kosten: 3 €

Für die Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde e.V. ist der Eintritt kostenlos.

Der Vortrag zeigt die Landschaftsgeschichte Norddeutschlands in den letzten 2,3 Millionen Jahren, dem sogenannten Eiszeitalter.

Norddeutschland zwischen der Nord- und Ostseeküste und dem Rand des Mittelgebirges ist vor allem in den Eiszeiten geformt worden. Die Gletscher aus Skandinavien haben mindestens zweimal den Mittelgebirgsrand erreicht. Dabei ist die Landschaft durch die Eismassen überformt worden, Gletscher und Schmelzwässer haben ihre Ablagerungen hinterlassen. In der letzten Eiszeit ist das Eis nicht mehr über die Elbe hinausgekommen. Norddeutschland unterlag aber einem eiszeitlichen Klima mit einer Tundren-Vegetation. Im Norden wurden Dünen aufgeweht, im Süden Löss, der zu den fruchtbaren Böden der Börden geführt hat. Die Flüsse lagen als verwilderte Flüsse vor und haben sehr viel Kies umgelagert. In der heutigen Warmzeit, die vor etwa 11.400 Jahren begann, bildeten sich die Verwitterungsböden an der Oberfläche und im feuchten Norden weitflächige Moore, die heute durch Torfabbau fast verschwunden sind.