In voller Blüte. Die Blumenporträts der Johanna Helena Herolt

29. April 11:30  - 12:30 Uhr

Dr. Regine Nahrwold

2 € Führungsgebühr zzgl. Eintritt

Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung empfohlen unter Tel. 0531 / 1225 2424 (Mo - Fr 10 bis 17 Uhr) oder buchung.haum@remove-this.3landesmuseen.de. (Anmeldeschluss Freitag)

Veranstaltungsort:
Herzog Anton Ulrich-Museum, Museumstr. 1, 38100 Braunschweig

Johanna Helena Herolt (Frankfurt a. M. 1668–1723/1728 Surinam?) war die älteste Tochter der berühmten Malerin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian (Frankfurt a. M. 1647–1717 Amsterdam). Wie ihre jüngere Schwester Dorothea Maria Graff (Nürnberg 1678–1743 St. Petersburg) spezialisierte sie sich als Schülerin und Mitarbeiterin ihrer Mutter auf die Darstellung von Blumen, Früchten, Kleintieren und Insekten. Ihre virtuos mit Wasser- und Deckfarben auf Pergament ausgeführten Arbeiten stehen jenen der Mutter in ihrer feinen Pinselführung und poetischen Präzision in nichts nach. Dabei stützte sich Johanna Helena auf Studienblätter, die von den drei Malerinnen unter Führung der Mutter als gemeinsamer Formenvorrat genutzt wurden. So basieren einige von Johanna Helenas Insektendarstellungen auf Vorlagen für Maria Sibyllas „Raupenbuch“ von 1679 (Leihgabe der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel).

Mit 49 Werken, dokumentiert durch ein 1698 in Amsterdam von Johanna Helena eigenhändig geschriebenes Verzeichnis, bewahrt das Kupferstichkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums die weltweit größte zusammenhängende Werkgruppe dieser Künstlerin. Die Darstellungen umfassen Porträts von Blumen und Früchten sowie Stillleben mit Blumensträußen in kostbaren Vasen. In einer davon spiegelt sich das Selbstporträt dieser bemerkenswerten Künstlerin und Wissenschaftlerin.