Kooperationsprojekt zwischen der Universität Göttingen und dem Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig, Kunstmuseum des Landes Niedersachsen, finanziert durch die Förderinitiative PRO*Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Projektpartner:
Prof. Dr. Manfred Luchterhandt, Prof. Dr. Carsten-Peter Warncke Kunstgeschichtliches Seminar

Prof. Dr. Jochen Luckhardt, Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig

unter Mitarbeit von Prof. Dr. Johannes Bergemann,
Archäologisches Institut, und weiterer Fachwissenschaftler

Mitarbeiter:
Dr. des. Kerstin Grein, Dr. Marion Hilliges

Wiss. Hilfskraft: Sophie Jennert

Laufzeit: 1.1.2015-31.12.2016

Kontakt: Dr. des. Kerstin Grein, Herzog Anton Ulrich-Museum, Tel: 0531-1225 2419, E-Mail: k.grein(at)3landesmuseen.de

Bestandskatalog der Werke aus Stein im Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig

Zu den Beständen des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig zählen 240 Werke aus Stein. Ihre Provenienz lässt sich großteils auf die alten fürstlichen Sammlungen der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel zurückführen. Dabei deckt diese Bestandsgruppe ein weites Spektrum unterschiedlicher Gattungen ab, das von freiplastischen Skulpturen wie beispielsweise Herrscherbüsten und kleinformatigen Skulpturengruppen über Reliefs und Malerei auf Stein bis hin zu Werken der Angewandten Kunst reicht. Bis heute wurde dieser Bestand nur teilweise wissenschaftlich bearbeitet, eine übergreifende Untersuchung und Publikation steht aus.

Ziel des Kooperationsprojektes zwischen Museum und Universität ist die Erstellung eines Bestandskataloges, der die Werke in Stein in einem Katalog erfasst und mit Aufsätzen zu übergreifenden Fragestellungen verbindet. Dabei berücksichtigt das Projekt auch die Sammlung der Gipsabformungen, die am Ende des 19. Jahrhunderts als Ergänzung zu den alten Beständen des Museums angelegt wurde.

Der Katalog der Werke aus Stein mit der grundlegenden kunsthistorischen Erschließung der Objekte wird von Studierenden des Kunstgeschichtlichen Seminars unter Betreuung von Wissenschaftlern aus Museum und Universität und in Zusammenarbeit mit auswärtigen Fachleuten erstellt. In weiterführenden Untersuchungen zu Kunstmarkt und Sammlungsgeschichte, zu Erwerb, Gebrauch und Bedeutung bestimmter Objektklassen am fürstlichen Hof der Frühen Neuzeit werden übergreifende Fragestellungen anhand der Sammlung exemplarisch bearbeitet. Ein kritisches Verzeichnis der Gipsabformungen sowie die Untersuchung der Ankaufsgeschichte dieser erst zwischen 1888 und 1916 erworbenen Sammlung mit ursprünglich mehr als 500 Objekten ergänzen die Untersuchungen der Werke aus Stein. Die Drucklegung des Bestandskataloges soll 2017 erfolgen.

Mit diesem Kooperationsprojekt wird die Reihe der Bestandskataloge des Museums fortgesetzt (seit 1990 17 Bände). Bereits 2013 ging aus der Zusammenarbeit zwischen der Universität Göttingen und dem Museum der Katalog der Gläser des 16. bis 19. Jahrhunderts hervor. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur trägt im Rahmen der Förderinitative PRO*Niedersachsen mit 198.000 € zur Finanzierung bei.

Bildunterschrift:
Liegende Kleopatra, von einer Natter gebissenNiederlande (?), 17. Jahrhundert, Foto: C. Cordes