Eine "außergewöhnliche Frau" präsentierte das Braunschweigische Landesmuseum in der Archäologie in der Kanzlei -  und widmete dem Sensationsfund von 2010 in der Königspfalz Werla eine Ausstellung, die den kulturhistorischen und religiösen Hintergrund einer ungewöhnlichen Bestattung beleuchtete.

 

Laufzeit: bis 31. Oktober 2013

Ort: Kanzleistraße 3, 38300 Wolfenbüttel

Gefäße aus Ton; Foto: Monika Lüdtke, Bad Münder

Eine außergewöhnliche Frau

Die Sonderausstellung der Archäologie in der Kanzlei präsentierte die herausragenden Funde aus dem Jahr 2010, die während einer Grabung mit Studenten der TU Braunschweig entdeckt wurden. Die Gruppe um den Bezirksarchäologen entdeckte ein Frauengrab, dessen Ursprung rund 4500 Jahre älter als der Zeithorizont der Königspfalz ist. Und nicht nur der Bestattungszeitpunkt der zwischen 40 und 50 Jahre alten Frau ist ungewöhnlich, auch die Bestattung an sich gibt viele Rätsel auf. So wurde in dem Grab noch ein kleines Kind und eine weitere Frau gefunden und auf den Gräbern befanden sich unzählige Tonkrüge. Beides weist auf einen bis dahin nahezu unbekannten Bestattungsritus hin.
Die Ausstellung stellte den besonderen Fund in den Kontext seiner Ursprungszeit und zeigte kulturhistorische und religiöse Hintergründe auf. Ergänzt wurde die Präsentation durch weitere Objekte, die im Boden der Königspfalz Werla schlummerten.