Tiere in ihrem Lebensraum

Das Wort „Diorama“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Guckkasten oder Durchschau-Bild. Der Vordergrund ist mit natürlichem Pflanzenmaterial und einer Tierart gestaltet. Wo es möglich war, wurden für die Hintergrundbilder Motive aus der näheren oder weiteren Umgebung Braunschweigs gewählt.

In den Dioramen zeigt das Museum Tierarten, die es im Norddeutschen Raum gibt oder einmal gegeben hat. Zu den ersteren gehören zum Beispiel Rothirsch, Dachs oder Kolkrabe. Von den in Niedersachsen ausgestorbenen Arten werden unter anderem Elch, Wisent und Wölfe präsentiert. Der letzte, 1818 bei Seesen erlegte Luchs aus dem Harz ist ebenfalls in einem Diorama zu sehen. Viele der Dioramen sind kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden und damit rund 50 Jahre alt.

 

Auch vom Menschen gestaltete Landschaften oder Lebensräume können Anziehungspunkte für Tiere sein. So stellt eines der Dioramen einen Ausschnitt der Braunschweiger Rieselfelder mit einem großen Flachwasserbereich dar. Dieses Gebiet im Westen der Stadt diente bis vor einiger Zeit der Klärung von Abwässern. Zur Zugzeit im Frühjahr und Herbst versammeln sich hier zahlreiche Wat- und Wasservögel.

 

Die Ausstellung zeigt aber auch Tiere, die es ursprünglich bei uns in Deutschland nicht gegeben hat. Bisam, Waschbär und Marderhund wurden als Pelztiere nach Europa eingeführt. Aus Zuchtfarmen entkommene oder absichtlich freigelassene Tiere breiteten sich überall dort aus, wo sie geeignete Lebensräume fanden.