Die paläontologische Sammlung umfasst:

45.000 Objekte

Fossilien der Braunschweiger Region

Die ursprüngliche Fossiliensammlung des Naturhistorischen Museums war 1873 teilweise an das geologisch-mineralogische Institut der Polytechnischen Schule (heute TU-Braunschweig) übergeben worden, wo sie mit dem Mineralienkabinett 1944 verbrannte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Institutssammlung neu aufgebaut und kam 1995 wieder an das Naturhistorische Museum zurück. Zahlreiche Schenkungen bereicherten die Sammlung. 2003 bekam das Museums 3.000 Seeigel gestiftet. Mit eigenen Sammlungsbeständen ergibt sich so eine Seeigelsammlung, die heute eine der artenreichsten in Deutschland ist. Weitere Schwerpunkte sind Mollusken, Schwämme und Bernstein-Insekten.

Dinosaurier

Das Staatliche Naturhistorische Museum hat als einziges deutsches Naturkundemuseum seit dem Ersten Weltkrieg Dinosaurierausgrabungen in Afrika durchgeführt. Dabei sind sensationelle Funde gemacht worden, die z.T. im neugestalteten Dinosaal gezeigt werden. 

In der paläontologischen Sammlung sind aber auch regionale Funde untergebracht. Im Laufe des 20. Jahrhunderts gelangten mehrere gut erhaltene Skelette in die Sammlung. Ein Schädel des Nothosauriers (damals Elmosaurus lelmensis, 1932), zwei Ichthyosaurier (1934 und 1954) und das Meereskrokodil Steneosaurus bollensis (1962). Ganz aktuelle Funde stammen aus Cremlingen, wo 2005 vom Museum ein Ichthyosaurier geborgen werden konnte. 2011 folgte ein weiteres Exemplar, das das Museums-Team bei Grabungen in Hondelage gefunden worden ist und zur Zeit für die Dauerausstellung vorbereitet wird.

 

Pleistozäne Säugetiere

Die historisch ältesten paläontologischen Sammlungsstücke des Naturhistorischen Museums sind Knochen eiszeitlicher Säugetiere aus (Salzgitter-)Thiede, die z. T. bereits 1818 von Carl Bieling und J. H. J. Ballenstedt beschrieben wurden. Diese Funde gehören zu den frühesten paläontologischen Sammlungen weltweit.

Eine weitere Besonderheit ist die umfangreiche Sammlung pleistozäner Säugetierknochen aus den Rübeländer Höhlen im Harz. Die dokumentierte Artenvielfalt ist in Europa einmalig und der Erhaltungszustand der Knochen hervorragend.