Objekte aller Art aus der ganzen Welt, u.a. zahlreiche Kunstgegenstände auch Asien, vorzugsweise China, deren Erwerb sich auf den Sammlungsgründer zurückführen lässt.

Objekte aller Art aus der ganzen Welt, u.a. zahlreiche Kunstgegenstände auch Asien, vorzugsweise China, deren Erwerb sich auf den Sammlungsgründer zurückführen lässt.

Die große Sammlung der Ostasiatika umfasst 1.200 Kunstwerke, darunter hochbedeutende und in Deutschland einmalige Bestände an frühen japanischen Exportlacken, Specksteinschnitzereien und rotem Steinzeug aus Yixing. Singuläre Einzelwerke sind ein Tischautomat aus dem 17. Jahrhundert und ein dreidimensionaler Stellschirm aus dem 18. Jahrhundert, welcher für den einheimischen chinesischen Markt geschaffen war. Ergänzt wird die Sammlung durch einige bislang wenig erforschte Lackkabinette europäischer Provenienz, die à la chinoise von dem bedeutenden Lackmeister Gerard Dagly oder aus dessen Umkreis stammen. Diese bereits in den Sammlungen von Herzog Anton Ulrich vorhanden Kunstwerke spiegeln noch heute den hochbarocken Charakter einer fürstlichen Sammlung.

Das Herzog Anton Ulrich-Museum beherbergt auch eine bislang nur in Einzelfällen beachtete, mit etwa 600 Werken mittelgroße Sammlung von Kunstwerken fremder Völker, die sich bis in die Gründungszeit des Museums, 1753, zurückverfolgen läßt. Besonders kostbar sind ein nordiranischer Krug mit Gold- und Silbertauschierung aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, eine kleine Gruppe lateinamerikanischer Kalebassen mit kosmologischen Darstellungen, für die bislang keine Parallelen in europäischen Sammlungen bekannt sind, sowie Perlenlendenschurze. Auch der Bestand an Guadelajara-Keramik ist ungewöhnlich umfangreich.
