Das Kupferstichkabinett im Herzog Anton Ulrich-Museum zeigte ab dem 11. Juli 2012 zeitgenössische Arbeiten des Künstlers Friedemann von Stockhausen in Kombination mit historischen Fotografien und Zeichnungen.

Öffnungszeiten

Donnerstags 14 bis 17.30 Uhr
und nach Voranmeldung unter: 0531-1225 2410
Sonderöffnungszeiten: 11. - 13. Juli, 11 bis 17 Uhr

Friedemann von Stockhausen Ägypten-Parade

Eine seltsame Parade bewegte sich durch das Kupferstichkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig.

Es waren Märchen- und Fabelwesen, die die Bildwelt der altägyptischen Geschichtenerzähler überliefern. Widder, Löwe, Stier, Krokodil, Esel und Hase. Mit von der Partie waren aber auch unbestimmbare Mischwesen halb tierischer, halb menschlicher Gestalt.  Auf zwei langen Zeichnungsfolgen zogen sie zu beiden Seiten des Kabinetts hinter den Glasscheiben der Graphikschränke dahin. Mit ihnen zog eine Folge von Photographien, die im Jahr 1999 in Ägypten entstanden sind. Sie führten den Betrachter vor allem ins Ägyptische Museum in Kairo. Dort kreuzte sich der Blick der ausgestellten Statuen mit dem der sie betrachtenden Besucher.

Die Begegnung mit der altägyptischen Kultur und mit dem heutigen Ägypten greift Friedemann von Stockhausen (geb. 1945, Professor an der HBK Braunschweig) seit 1999 in seinen Zeichnungen und Photographien auf. Aus diesen Arbeiten entstanden zunächst Ausstellungen in Memphis, Tennessee, (Opening the Mouth, 2000) und Heidelberg (77 Augen, 2006). Für den Studiensaal des Kupferstichkabinetts im Herzog Anton Ulrich-Museum entwickelte Stockhausen eine Ausstellung mit Photographien, die auf seinen Ägyptenreisen entstanden, historische Ägypten-Aufnahmen aus der Museumssammlung und Zeichnungen, die eigens für diesen Ort geschaffen wurden. Ausgangspunkt dieser neuesten Arbeiten waren narrative Abfolgen, Umzüge, oder eben: Paraden.